Vorstand der EJHN beschließt Antrag zur Kernenergie

22. März 2011

Angesichts der schrecklichen Ereignisse in Japan und insbesondere die Havarie des Atomkraftwerks in Fukushima hat der Vorstand der Evangelischen Jugend in Hessen und Nassau e. V. einen Antragstext beschlossen, der am 03. April in der Vollversammlung zur Diskussion gestellt werden soll.

Im Antragstext heißt es unter anderem: „Die EJHN fordert, dass die Politik alles dafür unternimmt, um schnellstmöglich aus der Kernenergie auszusteigen und die Erforschung und Weiterentwicklung erneuerbarer Energien wesentlich stärker zu fördern. Die EJHN fordert eine ernsthafte, konstruktive und partnerschaftliche Auseinandersetzung zur Frage der Energiewende von allen politisch handelnden Personen, Parteien und Organisationen. Die schreckliche Tragödie in Japan darf nicht zu Wahlkampftaktik und Parteipolitik missbraucht werden“.

Weiter heißt es, das Ausmaß an Zerstörung durch Erbeben und Tsunami habe unbegreifliche Ausmaße erlangt. Die Zahl der Toten könne derzeit noch keiner abschätzen. Die Situation sei eine menschliche und ökologische Katastrophe, deren wahre Folgen weiterhin ungewiss seien.

In der Vorlage für die Vollversammlung, zu der Delegierten aus den Dekanaten der EKHN in Höchst (Odenwald) zusammenkommen werden, wird gefordert, die Nutzung der Kernenergie zu beenden, weil sie ein unkalkulierbares Risiko für die Bevölkerung sei, ihr Einsatz die Umwelt langfristig schädige, viele Reaktoren nicht mehr den modernen Sicherheitsstandards genügen und die Endlagerproblematik nach wie vor ungelöst sei.

Der Antragstext wurde einstimmig beschlossen und wird umgehend den Delegierten zur Beratung in den Dekanaten zugeleitet.

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