Evangelische Jugend wirbt für Jugend im Kirchenvorstand

29. Juli 2014

Mit einem Schreiben an alle Kirchengemeinden der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau (EKHN) ruft die Evangelische Jugend der Landeskirche gemeinsam mit dem Fachbereich Kinder und Jugend der EKHN dazu auf, junge Menschen für die Mitarbeit in den Leitungsgremien zu werben.

Am 26. April 2015 finden die Wahlen zu den Vorständen der 1168 Kirchengemeinden in der Landeskirche statt. Hierzu werden in den nächsten Wochen Benennungsausschüsse gebildet, die geeignete Kandidatinnen und Kandidaten ansprechen sollen. Neu ist hierbei die Regelung, dass Jugendliche ab 14 Jahren als Jugenddelegierte von der Gemeindeversammlung gewählt werden können. Sie haben dort Rede- und Antragsrecht und erhalten mit Erreichen der Volljährigkeit automatisch Stimmrecht. Damit betritt die Evangelische Kirche in Hessen und Nassau Neuland in der Beteiligung junger Menschen in ihren kirchenleitenden Gremien. Dies sei in der Evangelischen Kirche in Deutschland die fortschrittlichste Regelung, wird von der EJHN betont. Die EJHN will diese Beteiligungsmöglichkeit auch als Impuls für die Diskussionen in der Politik verstanden wissen.

In dem Schreiben werden die Kirchengemeinden ermuntert, die Chancen einer Mitarbeit von Jugendlichen zu nutzen. „Natürlich gibt es hierbei viele Befürchtungen und Ängste, weil es eine Änderung der bisherigen Arbeitsweisen zur Folge hat“, so Jasmin Meister, Vorsitzende der Evangelischen Jugend in Hessen und Nassau (EJHN).

Demgegenüber heißt es in den Schreiben an die Kirchengemeinden wörtlich:“ Aus unseren eigenen Erfahrungen in unserem Jugendverband wissen wir, dass Jugendliche durchaus kompetent sind, über alle Fragen ihrer Gemeinde mitzureden, mitzuentscheiden und auch Verantwortung zu übernehmen. Sie wissen, was gut für ihre Kirche ist. Die Einbeziehung von Jugendlichen nach der Konfirmation eröffnet die Möglichkeit, sie weiterhin an Kirche zu binden. Anders gesagt: „Wer bis zum 18. Lebensjahr keine Möglichkeit der Mitentscheidung bekommen hat und sich deshalb anders engagiert, kommt mit 18 Jahren nicht wieder.“

Bereits in der konkreten Planung sind Seminare und Schulungen für die gewählten Jugenddelegierten, um sie auf ihre Aufgaben im Kirchenvorstand vorzubereiten. „Wir lassen die Jugendlichen nach ihrer Wahl nicht im Regen stehen, sondern bieten ihnen die erforderliche Unterstützung und Beratung an“, so Simone Reinisch, kommissarische Leiterin der Fachbereichs Kinder- und Jugendarbeit abschließend.

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